Archiv der Kategorie: Projekt 4 – Myself Nude

Das war MYSELF NUDE

Zum Abschluss unseres Projektes MYSELF NUDE noch ein kleiner Rückblick -
Eindrücke für alle, die keine Zeit oder Lust hatten,
Erinnerungsbilder für alle, die dabei waren und Spaß hatten
und
…. natürlich hoffen wir, daß der Rückblick auch Lust macht
das nächste Mal auf alle Fälle dabei zu sein.

Hier das die Veranstalung begleitende Magazin.
Magazin 4

Und hier die Flickr-Slide-Show zur Veranstaltung:

Die Reaktion eines Besuchers - Bernhard Jenny bloggt zu unserer Veranstaltung: http://networkedblogs.com/3tnrq

Myself Nude – das Video

Für Alle, die nicht zu unserer Veranstaltung kommen konnten,
hier das Video zu unserer Kunstaktion MYSELF NUDE.

Selbstakte von 12 Frauen aus 9 Ländern.

Wir danken allen Frauen für die hochwertigen Arbeiten-
von poetisch über lustvoll bis berührend und verstörend -
danke für Eure Zusendungen und fürs Mitmachen.

Der Tag nach Myself Nude

12 Frauen aus 9 Ländern und ihre Selbstakte.
Berührende Performance von Vakinore.
Orientalischer Tanz von Nadia.
Indisches Essen.
Abtanzen. Ausgelassenheit.
40 BesucherInnen – sehr unterschiedliche Menschen.
Viele blieben bis der Sturm einsetzte.

Stolz darauf erneut eine ungewöhnliche Veranstaltung auf die
Beine gestellt zu haben.

Heute ausräumen……verdauen…..nachklingen lassen…
Danke an alle BesucherInnen für Euren/ Ihren Besuch!

Bald! Myself Nude

Myself Nude am 30. April 2010 in Salzburg

Es gibt zu sehen und zu hören

  • Myself Nudes von 11 Frauen aus 9 Ländern
  • eine One-Woman- Performance
  • Orientalischen Tanz
  • Essen, Trinken, Feiern, Diskutieren
  • Tanz in den Frühling

 

Einladungen nur persönlich! Wer interessiert ist eingeladen zu werden, bitte ein Mail an wandergalerie@gmx.at …die Einladung folgt prompt!

Eintritt: Freiwillige Spende oder etwas zu Essen/ Trinken mitbringen! Speisen bitte anmelden!!

Wir freuen uns auf Ihr/ Euer Interesse und Kommen!

Sponsored by
P&B Projektentwicklungs- und Bauträger mbH (Danke für die Räumlichkeiten!)
Trumer Brauerei (Danke für den köstlichen Gerstensaft!)

Einladung Myself Nude

Es ist so weit!
Der Termin steht. Der Ablauf ist festgelegt.
Sponsoren sind gefunden.
Die Einladungen sind fertig.

Myself Nude am 30. April 2010 in Salzburg

Es gibt zu sehen und zu hören

  • Myself Nudes von 11 Frauen aus 9 Ländern
  • eine One-Woman- Performance
  • Orientalischen Tanz
  • Essen, Trinken, Diskutieren
  • Tanz in den Frühling

Einladungen – aufgrund des Veranstaltungsgesetzes - nur persönlich! Wer interessiert ist eingeladen zu werden, bitte ein Mail an wandergalerie@gmx.at …die Einladung folgt prompt!

Eintritt: Freiwillige Spende oder etwas zu Essen/ Trinken mitbringen! Speisen bitte anmelden!!

Wir freuen uns auf Ihr/ Euer Interesse und Kommen!

Sponsored by
P&B Projektentwicklungs- und Bauträger mbH (Danke für die Räumlichkeiten!)
Trumer Brauerei (Danke für den köstlichen Gerstensaft!)

Das Selbstportrait in der Kunstgeschichte

Die Anfänge künstlerischer Selbstportraits liegen bereits in der ägyptischen Kunst.
Jedoch erst in der Renaissance avancieren Selbstportraits zum festen Bestandteil künstlerischer Arbeiten.
In früheren Werken tauchen die Künstler versteckt oder als Kommentatoren in religiösen, mythologischen oder historischen Ereignissen auf, die auf die Bildfläche gebannt wurden. Allmählich werden gesellschaftliche Stellung, moralische Position, künstlerische Legitimation oder Gemütszustände visualisiert und dabei schlüpfte der Künstler nicht selten in eine Kostümierung, welche die inhaltliche Zielsetzung unterstreicht. Der Spiegel diente als wichtiges Hilfsmittel.

Das Bild der Frau in der Kunstgeschichte ist ein im Wesentlichen vom männlichen Blick geprägtes Bild, das ein Ideal der jeweiligen Zeit widerspiegelt und dem eine Projektion männlicher Wünsche zugrunde liegt. Bis Ende des 19. Jahrhunderts war es Frauen nicht erlaubt, Akademien zu besuchen, und dort die Malerei von Grund auf zu erlernen.
Bemerkenswert ist daher der Weg, den Malerinnen mit Hilfe des Selbstporträts zur Anerkennung als Künstlerinnen beschritten, wobei sie ebenso wie ihre männlichen Kollegen auch das Thema der Vergänglichkeit und des Todes nicht ausschlossen.

Das weibliche Selbstportrait in der Fotografie
(Auszugsweise übernommen aus Anna Wondrak, Die Kamera als Spiegel und Bühne weiblicher Inszenierung)

In der Fotografie fanden Frauen eine perfekte Möglichkeit, sich jenseits der von Männern beherrschten Lehrstätten künstlerisch mit dem eigenen Ich auseinander zu setzen. Als leicht und eigenständig erlernbares Handwerk avancierte die Fotografie schnell zum neuen Medium der Selbsterforschung, in dem sich Frauen in Rollenspielen und Maskeraden inszenierten und Klischees und Stereotypen weiblicher Repräsentation in Frage stellten und untersuchten.
Ab etwa 1920 kommen neue Stilmittel zum Einsatz. Künstlerinnen wie Florence Henri, Germaine Krull oder Hanna Höch arbeiten mit ironischen Anspielungen, Überblendungen oder gezielten Inszenierungen in Rollenspielen. In Abwendung von der klassischen Bildauffassung betreten sie neue Wege auf der Suche nach Identität. Durch Spiegelungen verdoppelte Selbstportraits sowie Mehrfachbelichtungen deuten auf einen definitiven Wandel des Frauenbildes in der Gesellschaft hin.

Dass die Fotografie besonders zur Zeit des Surrealismus zu einem bedeutenden Darstellungs- und Bildmittel avancierte, bewies auf eindrucksvolle Weise die französische Künstlerin Claude Cahun. Ihre Arbeiten kreisen um künstlerische und sexuelle Identität. Dabei spielt Cahun in ihren meist androgynen Selbstportraits mit der Ambivalenz von Geschlechteridentitäten und erreicht dadurch eine Loslösung von männlich geprägten Vorstellungen.

Als in den 1960ern und 70ern der feministische Diskurs aufkam, wurde auch der Objektstatus der Frau genau untersucht und kritisiert. Die Grenzen zwischen eindeutigen Rollen von Mann und Frau in der Gesellschaft verwischten, was ein steigendes Interesse an der Zuweisung von sexueller Identität zur Folge hatte. Mit dieser Thematik beschäftigten sich auch die Künstler Jürgen Klauke und Robert Mapplethorpe. Letzterer testete in einem Selbstportrait als Frau die Möglichkeiten von Bild und Abbild aus. Doch trotz allen Hineinversetzens können Männer diesen Blick nur von außen leisten. In der Darstellung weiblicher und innerer Zustände nähern sich Künstlerinnen wie Diane Arbus und Nan Goldin in ihren Portraits von Transvestiten sensibel einer emotionalen Ebene, die den Betrachter scheinbar nah an die Dargestellten heran lässt.

In der Ergründung von Weiblichkeit und der Suche nach dem eigenen Ich bricht schließlich Valie Export Ende der 60er Jahre mit Hilfe des eigenen Körpers mit der in der Gesellschaft verbreiteten Auffassung von der Frau.
Nach Cindy Sherman kam eine neue Künstlerinnengeneration, zu denen Pipilotti Rist, Monica Bonvicini oder Sarah Lucas zählen. Rist verbindet in ihren Videoarbeiten Gewalt und weibliche Auflehnung, um die Differenz der Geschlechter aufzuheben und einen neuen, von alten Vorstellungen losgelösten Blick auf die Frau zu ermöglichen. Sarah Lucas provoziert in ihrer Serie „Self Portraits“ (1990-1998) den Betrachter in männlichen Posen und stellt sich selbstbewusst dem oft diskriminierenden männlichen Rollenverständnis entgegen.
Die Japanerin Tomoko Sawada (*1977) beschäftigt sich intensiv mit dem eigenen Körper, den sie in verschiedene Identitäten versetzt und somit eine Projektionsfläche und Vorlage für zahlreiche Rollen bietet. Die provokante Sexualisierung der Frau wird hingegen von der Mexikanerin Daniela Rossell (*1973) zelebriert, indem sie ihre Darstellerinnen bewusst in aufreizender Haltung posieren lässt. In dieser neuen jungen Künstlerinnengeneration zeichnet sich auf der Suche nach Identität ein performantives Element ab, das selbstbewusst in den verschiedensten medialen Formen Ausdruck findet.

Allen Arbeiten, ob historisch oder zeitgenössisch, ist eine wie auch immer geartete Inszenierung gemein. Gewisse Motive und Themen sind zeitlos und werden immer wieder hinterfragt. Auf der Suche nach Identität wird das Bild der Frau stetig neu konstruiert. Daran lässt sich auch die Emanzipierung der Frau ablesen. Den Grundstein hierfür legten die Künstlerinnen in ihrem eigenen Kunstverständnis.

(Auszugsweise übernommen aus Anna Wondrak, Die Kamera als Spiegel und Bühne weiblicher Inszenierung)

Planungs-Gedanken

MyselfNude.
VERNISSAGE.
Sehen und gesehen werden.
Plauder plauder. Ha ha ha. Hat die. Hat der.
VERNISSAGE. KunstKONSUM.
MyselfNUDE. Nackerte Weiber.
Sehen. Hat die….
Gesellschaftlich akzeptierter Voyeurismus.
Myself Nude.
SelbstAkte von Frauen.
Wir möchten ein EXPERIMENT wagen. Ein lustvolles. Fern ab von HAT DIE.
Wir möchten Sie/ Dich/ Euch einbinden.
Möchten mit euch schauen. Betrachten. Reflektieren.
Ihre/ Deine Meinung erheben.
Die Genderperspektive erfassen.
Diskutieren.
Dokumentieren.
Sie/ Dich/ Euch zu einem Teil des Projektes machen.

Wir möchten…….

Räumlichkeiten gefunden für “Myself Nude”

Das Ausfindigmachen von Räumlichkeiten für eine Kunstaktion der Wandergalerie, stellt jedes Mal eine Herausforderung dar. Doch wir haben es wieder geschafft! Voraussichtlich Ende April gibts die “Myself Nudes” in den Räumen einer ehemaligen Tankstelle in Salzburg, Münchner Bundesstraße, zu sehen.

Zur Verfügung gestellt werden uns die Räume von Herrn Johann Planitzer von P & B Projektentwicklungs- und Bauträger GmbH. Schon das zweite Mal bietet uns Herr Planitzer damit Räume an und unterstützt unsere Initiative. Und dieses Mal übernimmt er sogar noch Malerarbeiten und kleine Verbesserungsarbeiten in den Räumlichkeiten, damit die “Myself Nudes” auch gut zur Geltung kommen.
Wir bedanken uns für diese tolle Untersatützung!! Wir sind beeindruckt.

Also vormerken:
Ende April “Myself Nudes” – Frauen aus 10 Ländern zeigen ihre Selbstakte.

Neues Projekt: Myself Nude

Mit der Digitalkamera ist Fotografie generell zu einem Massenphänomen geworden.
Gerade junge Menschen, und unter denen besonders Mädchen und junge Frauen, nutzen die Digitalkamera aber auch als Mittel der Fremd- und Selbsterkundung. Befindlichkeiten und Gefühle werden mit Hilfe des Selbstportraits sichtbar gemacht und nicht selten unreflektiert kommuniziert. Diese Nutzung des Mediums Digitalkamera ist meistens frei von künstlerischen Ambitionen oder (emanzipatorischen) Absichten.

Projekt Myself Nude

Der Fotokünstler h.rogra, Obmann der WANDERgalerie, hat im Herbst 2009 Frauen aus der ganzen Welt über ein Fotoforum im Internet eingeladen, Selbstportraits einzureichen. Aktportraits.
Aus den eingereichten Arbeiten wurden nun solche Fotos ausgewählt, die aus unserer Sicht fotografische Ambitionen von Frauen in der aktuellen Gegenwart repräsentieren, ohne dabei irgendeinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben zu können oder zu wollen.
Das Spektrum der Autorinnen der Arbeiten erstreckt sich von Fotokünstlerinnen und Fotografinnen, bis hin zu Frauen, die einfach Spaß an der Eigen-Fotografie haben.


(Photo oben: Selbstportrait, Susanne Lenzinas, Deutschland)

Ausgewählt für eine im Frühjahr 2010 stattfindende Ausstellung- wir suchen derzeit noch nach geeigneten Räumlichkeiten- wurden die “Myself-Nudes” von 1o Frauen aus 7 Ländern, nämlich Ukraine, Italien, Polen, Frankreich, Russland, Deutschland und USA.

Mehr demnächst!